Glossar

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Anemometer

Als Anemometer (von altgriechischen anemos = Wind, und métron = Maß) oder Windmesser werden verschiedene Messinstrumente bezeichnet, die zur lokalen Messung der Windgeschwindigkeit bezeichnet werden.

Anlagen mit aktiver Stallregelung

Große Windkraftanlagen mit 1 MW und mehr sind heute mit einer aktiven Stallregelung ausgestattet (siehe stallgeregelte Anlagen). Dabei erinnert die aktive Stallregelung wegen der drehbaren Rotorblätter technisch an die Regelung mit Blattwinkelverstellung (siehe Anlagen mit Blattwinkelregelung). Um bei geringen Windgeschwindigkeiten ein einigermaßen hohes Drehmoment zu erzeugen, werden bei einer solchen Anlage die Blätter wie eine pitchgeregelte Anlage angepasst. Sobald die Anlage ihre Nennleistung erreicht hat, werden die Blätter in die entgegengesetzte Richtung gedreht, um den Generator vor Überlast zu schützen. Das bedeutet, dass der Mechanismus den Anstellwinkel erhöht, um einen stärkeren Strömungsabriss zu erzeugen und damit die überschüssige Energie im Wind abzuweisen.


Anlagen mit Blattwinkelregelung (Pitch-Regelung)

Bei einer Anlage mit Blattwinkelregelung (=Pitch-Regelung) wird durch die elektronische Regelung die Leistungsabgabe der Anlage kontinuierlich gemessen. Wenn diese zu hoch ist, wird durch ein Blattverstellmechanismus ein Befehl gesendet, damit die Rotorblätter sofort leicht aus dem Wind gedreht werden, um Schäden an der Anlage zu vermeiden. Umgekehrt werden die Blätter in den Wind gedreht, wenn der Wind wieder nachlässt.

B Nach oben
Blattspitzengeschwindigkeit

Die Blattspitzengeschwindigkeit steht für die maximale Geschwindigkeit, die ein Rotorblatt an seiner Spitze erreichen kann. Um zu den Geräuschpegel für die Umgebung, sowie Schäden an der Maschine vorzubeugen, sind in Windkraftanlagen Rotorbremsen eingebaut, die sicherstellen, dass die Rotorblätter nicht zu schnell werden bzw. die Blattspitzengeschwindigkeit gedrosselt wird.

C Nach oben
CO2-Neutralität

Beschreibt die Prozesse oder Zustände, die das aktuelle globale CO2-Gleichgewicht nicht verändern.

Condition Monitoring System (CMS)

Ein Hauptaufgabe eines Condition Monitoring System bei Windenergieanlagen ist die Detektion verschleißbedingter Veränderungen und Auffälligkeiten durch die Messung von Beschleunigungen und niederfrequenten Vibrationen. Weitere Messgrößen sind die Ölpartikelzahl, Schwingung, Schwingungsfrequenz, Temperatur und Druck. Je nach System werden auch die Betriebszustände der Windkraftanlage sowie die Windverhältnisse mitberücksichtig (integrierte Lösung). Anhand dieser Daten lassen sich Fehler frühzeitig erkenn und pro-aktiv Maßnahmen einleiten, um eine zustandsorientierte Instandhaltung zu gewährleisten.

D Nach oben
Direct Drive

Ein Direct Drive Mechanismus übermittelt die Kraft direkt, d.h. ohne Getriebe.

E Nach oben
EEG

Das deutsche Gesetzt für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare Energien Gesetz) regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert deren Erzeugern feste Einspeisevergütungen.

Einspeisevergütung

Eine Einspeisevergütung, auch Einspeisungsvergütung, ist eine staatlich festgelegte Vergütung von Strom, die dazu dient, bestimmte Arten der Stromerzeugung zu fördern. In der Regel handelt es sich dabei um Erneuerbare Energien, d. h. Windkraft-, Solar, Wasserkraft-, Geothermie- und Biomasseanlagen. In Deutschland legt das Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) diesen Preis fest.

Elektrische Energie

Als elektrische Energie bezeichnet man Energie, die mittels der Elektrizität übertragen oder in elektrischen Feldern gespeichert wird. Bei der Übertragung von Energie mit Hilfe der Elektrizität spricht man auch von elektrischer Arbeit.

Emission

Ausstoß von Schadstoffen in die Umwelt.

Energieversorger

Unternehmen, die durch den Einsatz fossiler oder erneuerbarer Energieträger Strom erzeugen und vermarkten.

Erneuerbare Energien

Als erneuerbare Energien, regenerative Energien oder alternative Energien werden Energieträger bezeichnet, die im Rahmen des menschlichen Zeithorizonts praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen.

European Wind Energy Association

Europäischer Verband für Windenergie.

G Nach oben
Generator

Wandelt Bewegungsenergie in elektrische Energie um.

Greenfield Development

„Auf der grünen Wiese“; Bezeichnung für die Entwicklung ab der ersten Projektphase, im Gegensatz zur Übernahme bereits bestehender Projekte.

H Nach oben
Hochspannungsstrom

Strom mit einer elektrischen Spannung von mehr als 1.000 Volt, dient der verlustarmen elektrischen Energieübertragung.

K Nach oben
Kinetische Energie

Die kinetische Energie (von griechisch kinesis = Bewegung) oder auch Bewegungsenergie ist die Energie, die ein Objekt aufgrund seiner Bewegung enthält. Sie entspricht der Arbeit, die aufgewendet werden muss, um das Objekt aus der Ruhe in die momentane Bewegung zu versetzen.

L Nach oben
LIDAR

LIDAR ist eine dem Radar sehr verwandte Methode zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung sowie zur Fernmessung atmosphärischer Parameter. Statt Funkwellen wie beim Radar werden jedoch Laserstrahlen verwendet. Das aus dem englischen stammende Wort steht für Light detection and ranging. In der Literatur findet man synonym auch LADAR für Laser detection and ranging.

M Nach oben
Megawatt (MW)

Eine Million Watt (physikalische Einheit für die Leistung, entspricht
Arbeit pro Zeit) Die heutigen gängigen Windenergieanlagen führender Hersteller haben i.d.R. zwischen 0,8 bis hin zu 7,5  MW Leistung.

N Nach oben
Nabe

Element der Windenergieanlage, an dem die Rotoren befestigt sind.

O Nach oben
Offshore

Bezieht sich auf Windenergieanlagen, die sich vor der Küste oder im Meer befinden.

Onshore

Bezieht sich auf Windenergieanlagen auf dem Festland.

R Nach oben
Repowering

Austausch älterer Windenergieanlagen durch moderne, leistungsfähigere und damit effizientere Anlagen.

Rotor/Rotorblatt

Rotierender Teil der Windenergieanlage, der mittels Drehung die kinetische Energie des Windes an den Generator überträgt.

S Nach oben
SODAR

SODAR steht für Sound/Sonic detecting and ranging und ist ein akustisches Fernmessverfahren. Sie werden als Ergänzung zur konventionellen Windmessung, die in Bodennähe erfolgt, eingesetzt.

Stallgeregelte Anlagen

Bei stallgeregelten Windkraftanlagen sind die Blätter mit einem fix eingestellten Winkel an die Nabe der Anlage montiert. Die Geometrie der Rotorblattprofile ist dabei unter aerodynamischen Gesichtspunkten ausgelegt, sodass sich bei zu starkem Wind an der windabgewandten Seite der Blätter Turbulenzen bilden. Dieser Strömungsabriss (=Stall) lässt die treibende Auftriebskraft zusammenbrechen und schützt somit vor Schäden an der Anlage.

T Nach oben
Triebstrang

Die leistungsübertragenden drehenden Komponenten vom Rotor bis zum Generator werden als Triebstrang einer Windkraftanlage bezeichnet. Der Rotor, der meist aus drei Rotorblättern und der Nabe besteht, wandelt die aerodynamische Leistung in mechanische Leistung der drehenden Rotorwelle um, um diese über den Triebstrang an den Generator weiterzugeben. Der gesamte Triebstrang ist dabei in einer Gondel gegen Umwelteinflüssen geschützt.

Typenprüfung

Auf Basis der DIBt-Richtlinie für Windenergieanlagen werden diese typengeprüft und genehmigt. Diese Typenprüfung ist für die baurechtliche Genehmigung der Windenergie-Anlage notwendig.

V Nach oben
Verfügbarkeitsgarantie

Die Garantie der technischen Verfügbarkeit einer Windenergieanlage gibt an, mit welchem Prozentsatz die WEA Erträge generiert. Sie beschreibt somit das Verhältnis der Zeitdauer der Betriebsbereitschaft einer WEA zur vereinbarten Gesamtzeit. Stabile Erträge durch die Verfügbarkeitsgarantie sorgen für Planungs- und Finanzierungssicherheit. Sollte dieser Wert nicht erreicht werden, gibt es i.d.R. eine Erstattung des Ertragsausfalls. Zu unterscheiden sind hierbei auch:

Zeitliche Verfügbarkeit

Die zeitliche Verfügbarkeit einer WEA gibt die Zeit an, in der die Anlage über einen betrachteten Zeitraum in der Lage ist, Energie zu erzeugen. Hierbei vom Hersteller unabhängig von den Umweltbedingungen die gesamte innerhalb eines Jahres zur Verfügung stehenden Zeit verwendet. Bei einem Jahr mit 365 Tagen ergibt das eine zeitliche Verfügbarkeit von 8760 Stunden.

Energetische Verfügbarkeit

Im Gegensatz zur zeitlichen Verfügbarkeit steht bei der energetischen Verfügbarkeit die Nutzung des zur Verfügung stehenden Windangebotes im Vordergrund. Sie gibt an, wie hoch die tatsächliche Energieerzeugung im Verhältnis zur maximal möglichen Energieerzeugung ist. Somit reduzieren Stillstände bei geringen Windgeschwindigkeiten die energetische Verfügbarkeit nicht oder nur gering. Stillstände, bei denen ein hoher Ertragsausfall entsteht, senken die energetische Verfügbarkeit hingegen stärker. Das bedeutet, dass die energetische Verfügbarkeit im Gegensatz zur zeitlichen Verfügbarkeit ein besserer Indikator dafür ist, ob beim Betrieb der Anlage die Windverhältnisse optimal ausgenutzt werden.

Vergütungssystem

Regulatorische Grundlage für die Höhe der Einspeisevergütung.

Versorgungssicherheit

Versorgungssicherheit ist die langfristige Sicherheit von Energiekonsumenten hinsichtlich Preis, Qualität und Menge der nachgefragten Energie und wird in Deutschland durch das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) geregelt.

W Nach oben
Wiederkehrende Prüfung

Bei der Wiederkehrenden Prüfung stehen die Überprüfung der Funktion aller Sicherheitseinrichtungen sowie die Standsicherheit der gesamten Windenergieanlage im Vordergrund. Dabei soll der momentane technische Zustand der Windenergieanlage festgestellt und eine Aussage getroffen werden, inwieweit ein weiterer sicherer Betrieb der Windenergieanlage gegeben ist.

Windatlas

Ein Windatlas bzw. eine Windkarte gibt die historischen Windverhältnisse ein einem Gebiet wieder. Der Windatlas wird bspw. Bei der Projektierung von Windanalgen benötigt. Einige Länder stellen einen Windatlas für ihre Region im Netz zur Verfügung.

Windenergieanlage (WEA)

Eine Windenergieanlage (WEA) oder auch Windkraftanlage erntet mit ihrem Rotor die Energie des Windes (kinetische Energie), wandelt sie in elektrische Energie um und speist sie in das Stromnetz ein.

Windhöffigkeit

Bezeichnet die Windstärke in einer betrachteten Region.

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